Di, 16. Oktober 2018

Freispruch im Zweifel:

05.10.2018 15:16

Onkel soll sich an Nichte (13) vergangen haben

Kindesmissbrauch ist wohl eines der widerwärtigsten Verbrechen überhaupt. In Eisenstadt musste sich jetzt ein Türke deshalb verantworten. Dem Mann wurde vorgeworfen, seine eigene Nichte vergewaltigt zu haben. Doch am Ende fällte der Schöffensenat einen Freispruch, allerdings nur „im Zweifel“, wie es heißt

Seine Großfamilie im Burgenland hatte der Türke vor drei Jahren besucht. Dabei soll er sich an seiner damals gerade 13-jährigen Nichte vergriffen und sie vergewaltigt haben. Mit massiven Drohungen habe der Mann das Mädchen eingeschüchtert. Ein Jahr später verging sich der Beschuldigte laut Staatsanwalt erneut an dem Kind - erst dann vertraute sich die Jugendliche ihrer Mutter an, die umgehend Anzeige erstattete. Vor Gericht in Eisenstadt bekannte sich der 42-Jährige nicht schuldig. Der Vater von drei Kindern erklärte, seine Nichte habe sich das wohl ausgedacht. Er habe sie niemals „angefasst“.

Die Mutter des Opfers dagegen schilderte, wie sehr sich ihre Tochter seit dem mutmaßlichen ersten Übergriff verändert habe: „Sie leidet unter Schlafstörungen, steht oft ewig unter der Dusche und ist mittlerweile sogar in psychotherapeutischer Behandlung.“

Der eigene Vater der Teenagerin - er lebt getrennt von der Familie - wiederum sagte aus, dass er seinem Bruder glaube und sich nicht vorstellen könne, dass die Vorfälle tatsächlich geschehen seien. Nach intensiver Beratung fällte der Schöffensenat schließlich einen Freispruch, allerdings „sehr im Zweifel“.

Kronen Zeitung

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