Sa, 20. Oktober 2018

Digitalreport enthüllt

02.10.2018 12:23

Die Lieblings-Emojis der Österreicher auf YouTube

Die österreichischen YouTube-User lieben unterhaltsame Videokanäle und nutzen YouTube intensiv als Diskussionsplattform. Dabei kommen viele Emojis zum Einsatz: Nicht nur bei Exzessivnutzern wie jenem YouTube-User, der laut neuem Digitalreport stolze 9903 Mal ein glitzerndes Herz unter einen einzigen Videobeitrag gepostet hat, sondern generell in jedem vierten Beitrag. Besonders populär - insbesondere unter Styling-Videos - sind dabei das Glitzerherz, das Tränen-Lach-Emoji, das Einhorn und weitere Liebesbekundungen in Herzerl- oder Smiley-Form.

Diese Erkenntnisse gehen aus dem zweiten - auf digitalreport.at als PDF verfügbaren - Digitalreport hervor, der jüngst von der Internetexpertin Ingrid Brodnig enthüllt wurde. Die Autorin beschäftigt sich darin mit den YouTube-Nutzungsgewohnheiten der Österreicher und mit den Persönlichkeiten, die Googles Videoplattform hervorgebracht hat.

Der österreichische Channel mit den meisten heimischen Abonnenten ist jener des Gaming-YouTubers KsFreak, gefolgt vom Mountainbiker Fabio Wibmer und dem Lifestyle-Duo ViktoriaSarina. Sie erreichen ein Millionenpublikum, im Gegensatz zu Nachrichten- und Politikchannels.

Der Bericht wurde bei einer Digitalkonferenz in Wien präsentiert. In der ersten Ausgabe hatten Brodnig und ihr Team die österreichische Facebook-Nutzung unter die Lupe genommen. Nun war YouTube aus dem Hause Google an der Reihe. Eingang in die Analyse fanden österreichische Kanäle, die auf Deutsch publizieren - weswegen etwa der Red Bull-Channel nicht im Top-Ranking aufscheint, der mit englischsprachigen Videos auf ein internationales Publikum abziele.

Für Junge das Unterhaltungsmedium schlechthin
Vor allem für die Jungen sei YouTube das Unterhaltungsmedium schlechthin, so der Befund. Über zwei Millionen Abonnenten hat KsFreak, je rund 1,3 Millionen haben Fabio Wibmer und ViktoriaSarina. Platz vier und fünf gehen mit Chaosflo44 und DieBuddiesZocken (je 1,1 Millionen) an Gameing-Content.

Die Follower-Schar von Politik und Nachrichten auf YouTube fällt da im Vergleich verschwindend gering aus. Die Freiheitlichen mit ihrem „FPÖ TV“ führen diese Kategorie mit rund 20.000 Abonnenten an, gefolgt von Servus TV, dem Bundesheer, vol.at und „Oesterreichzuerst“ - laut Report ebenfalls ein FPÖ-Kanal. Nicht einmal alle Parteien hätten es in die Top 20 geschafft, so habe die SPÖ zu wenige Follower (etwas mehr als 2000). ÖVP-Chef Sebastian Kurz wiederum ist zwar auf YouTube, allerdings eingetragen in der Kategorie „Leute & Blogs“.

FPÖ investierte vor Wahl 2017 kräftig in YouTube
Vor der Nationalratswahl 2017 sei der Zuspruch zu politischen Inhalten auf YouTube deutlich nach oben geschnellt - geschuldet gewesen sei dieser Peak den Wahlkampf-Videos der FPÖ, die „kräftig in YouTube-Werbung investiert hat“, heißt es. „Andere Parteien scheinen das Potenzial von YouTube im Wahlkampf vernachlässigt zu haben“, so die Schlussfolgerung im Report.

In der Kategorie „Bildung“ tummle sich jede Menge Esoterik, auch Verschwörungstheorien seien dort en vogue. Drittstärkstes Video etwa ist „Bist du eine alte Seele?“ eines „Bewusstseinscoaches“, auch ein „Waldguru“ hat durchaus Follower. Allerdings finde sich unter den Top 20 in dieser Kategorie sehr wohl auch seriöse Information.

 krone.at
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