Völkermord-Prozess
Serbien droht Kroatien mit Gegenklage
Die serbischen Behörden hatten die Klage, die sich auf Kriegsverbrechen an kroatischen Serben in den Jahren 1991 bis 1995 bezieht, in der vergangenen Woche ausgearbeitet. "Es wäre besser, wenn es nicht zur kroatischen Klage gekommen wäre. Es ist besser, zusammenzuarbeiten und in die gemeinsame Zukunft zu blicken, als sich vor Gericht zu konfrontieren", meinte der serbische Chefdiplomat bei einer Pressekonferenz in Belgrad.
Die Beziehungen zwischen Belgrad und Zagreb wurden jüngst auch durch die Teilnahme Kroatiens an der öffentlichen Anhörung zum Kosovo vor dem Internationalen Gerichtshof gestört. Der Auftritt Kroatiens zugunsten der kosovarischen Unabhängigkeit wurde in Serbien als ein Plädoyer für die Unabhängigkeit der nordserbischen Provinz Vojvodina, in der es eine bedeutende kroatische Minderheit gibt, verstanden.
Auch der angekündigte Aufenthalt des scheidenden kroatischen Präsidenten Stjepan Mesic während der serbisch-orthodoxen Weihnachten am 7. und 8. Jänner im Kosovo löste in Belgrad Unmut aus.
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