Bei Landtagswahlen?

Liberales Forum will im Burgenland Neubeginn wagen

Burgenland
27.12.2009 11:32
Im Burgenland könnte die politische Farbenpalette im kommenden Wahljahr wieder etwas bunter werden. Nach einer schöpferischen Pause will sich das Liberale Forum mit einer Landesgruppe neu konstituieren. Vorerst werden Satzungen ausgearbeitet, die Entscheidung über ein Antreten bei der Landtagswahl 2010 soll im Jänner fallen, so der Landeskoordinator und Stellvertretende Bundessprecher des LIF, Thomas Diezl.

"Unser Plan ist, das LIF wieder aufzubauen im Burgenland", so Diezl. Bei der konstituierenden Sitzung, die voraussichtlich Mitte Jänner stattfinden soll, wird ein neuer Vorstand gewählt. Zudem wolle man schauen, ob es in den Bezirken genügend Ansprechpartner gibt. Dann werde man überlegen, ob es Sinn macht, bei der Landtagswahl anzutreten. Entscheiden soll sich dies bis Ende Jänner: "Das hängt noch davon ab, ob wir ausreichend Mitstreiter finden, die uns auch unterstützen." Bei Gemeinderatswahlen wolle man in Zukunft "auf jeden Fall" kandidieren.

Bei Landtagswahlen im Burgenland sind die Liberalen bisher einmal - 1996 - ins Rennen gegangen. Mit 2.424 Stimmen und 1,39 Prozent lag damals der Einzug in den Landtag in weiter Ferne. Bei Nationalratswahlen 2008 erreichte das LIF im Burgenland knapp über ein Prozent.

"Gesunder Optimismus"
Die Hoffnung auf Unterstützung durch die Wähler keimt bei den Liberalen einerseits dank eines "gesunden Optimismus", meinte Diezl. Wenn man sich andererseits ansehe, "was in der Politik in Österreich momentan passiert", dann würde es nicht verwundern, wenn der Österreicher einmal sage: "So nicht". Ändern will man künftig die Vorgangsweise: "In letzter Zeit war die Strategie leider so, dass man nur kurz vor den Wahlen geschaut hat, dass man rauskommt. Jetzt wollen wir langfristiger planen." Spätestens die Nationalratwahl 2013 sei ein "großes Thema", auf das man hinarbeiten will.

Burgenland "schwieriger Boden"
Momentan gebe es im Burgenland etwa 20 Leute, die kontinuierlich arbeiten, dazu kommen "Sympathisanten", landesweit rechnet Diezl mit rund 60 aktiven Liberalen. Zum einst von LIF-Initiatorin Heide Schmidt getätigten Ausspruch: "Das Burgenland ist für die Liberalen ein schwieriger Boden" meinte Diezl: "Das Burgenland hat das Problem, dass es sehr lang ist und viele Meter zu machen sind." Hier Strukturen zu schaffen, sei viel schwerer. Zudem gingen mit den vielen außerhalb des Burgenlandes hauptgemeldeten Pendlern potenzielle Wähler verloren. Dietzl, der eine Agentur für Kunst und Medien betreibt, ist seit 2007 beim LIF. Seit dem Vorjahr ist der 39-Jährige Bundessprecher-Stellvertreter.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Burgenland
27.12.2009 11:32
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

16° / 32°
Symbol wolkenlos
15° / 31°
Symbol wolkenlos
14° / 31°
Symbol wolkenlos
15° / 32°
Symbol wolkenlos
16° / 32°
Symbol wolkenlos
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung