Do, 18. Oktober 2018

„Wird täglich besser“

18.09.2018 12:20

Pussy-Riot-Aktivist nicht mehr in Lebensgefahr

Der vermutlich vergiftete Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow ist nach Angaben seiner Ärzte in Berlin außer Lebensgefahr. Wersilows Gesundheitszustand verbessere sich „von Tag zu Tag und er ist nicht mehr vital gefährdet“, erklärte Charité-Vorstandschef Karl Max Einhäupl am Dienstag.

Die Berliner Universitätsklinik Charité hält eine Vergiftung Wersilows für wahrscheinlich, die genaue Ursache müsse aber noch ermittelt werden. Es gebe jedenfalls keinerlei Anhaltspunkt, dass eine andere Erklärung vorliegen könnte, sagte der behandelnde Arzt Kai-Uwe Eckardt am Dienstag in Berlin.

Wersilow sei weiterhin in einem Zustand, der eine intensivmedizinische Betreuung erfordere. „Die kritische Verfassung hat sich aber deutlich gebessert“, sagte Eckardt.

Protest bei Fußball-WM
Der 30-jährige Wersilow war beim Finale der Fußballweltmeisterschaft in Moskau in Polizeiuniform auf das Spielfeld gerannt. Er wollte damit gegen Polizeigewalt und -willkür in dem Land protestieren. Wersilow ist eng mit der Punkband Pussy Riot verbunden. Seine Ex-Partnerin Nadjeschda Tolokonnikowa ist Mitglied der Gruppe. Wersilow ist auch Herausgeber des regierungskritischen Onlinedienstes Mediazona, der sich mit Verstößen gegen die Menschenrechte im russischen Strafvollzug beschäftigt.

Zur Behandlung nach Berlin gebracht
Wersilow war am Wochenende zur Behandlung nach Berlin geflogen worden und liegt seitdem in der Charité. Am Dienstag vergangener Woche war er in Moskau in eine Klinik gebracht worden, nachdem er nach Angaben seiner Freundin Veronika Nikulschina plötzlich nichts mehr gesehen hatte sowie nicht mehr hatte sprechen und gehen können. Seine Freunde äußerten die Vermutung, dass er vergiftet worden sei.

 krone.at
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