Mi, 19. Dezember 2018

Miteinander verknotet

18.09.2018 09:31

Eichhörnchen mit verfilzten Schwänzen gerettet

Wer lange Haare hat weiß: Eine Mähne kann sich schnell verfilzen oder Knötchen bilden. Dass auch Eichhörnchen mit ihrem buschigen Schwanz dieses Problem haben können, überrascht dann doch ein wenig. Im US-Bundesstaat Wisconsin haben sich die Schweife von fünf Jungtiere derart miteinander verfilzt, dass sich die Nager nicht mehr bewegen konnten. Die Eichhörnchen konnten schließlich gerettet werden.

Die Tiere wurden ineinander verknoten von einem aufmerksamen Passanten gefunden und in ein Rehazentrum für wilde Tiere in Milwaukee gebracht. „Mein Kollege Scott Diehl hat die Eichhörnchen am vergangenen Donnerstag befreit. Sie waren völlig unfähig, sich alleine zu bewegen“, erzählte Angela Speed, Mitarbeiterin des Wildlife Rehabilitation Center, am Montag.

Die geschwächten jungen Tiere wurden von den Experten schließlich betäubt und in einer 20-minütigen Aktion voneinander getrennt. Alle Eichhörnchen seien wohlauf, würden aber noch ein paar Wochen überwacht, bis sie sich vollständig erholt haben.

„War unmöglich zu sagen, wessen Schwanz wessen war“ 
Die fünf Geschwister waren durch Gräser und Plastikstreifen, die die Mutter als Nistmaterial benutzt hatte, miteinander verstrickt. Die Durchblutung war durch die Verknotung gestört. „Es war unmöglich zu sagen, wessen Schwanz wessen war, und wir waren zunehmend besorgt, weil alle von ihnen unter unterschiedlich starken Gewebeschäden an ihren Schwänzen gelitten hatten, die durch Kreislaufstörungen verursacht wurden“, schrieben die Retter auf Facebook.

Ohne die Finder, die das Rehabilitationszentrum kontaktierten, hätten die Tiere schlechte Überlebenschancen gehabt. „Sie wären mit ziemlicher Sicherheit gestorben. Alleine hätten sie sich nicht befreien können. Wir sind sehr froh, dass wir helfen konnten“, sagte Angela Speed. Mit einer Schere schnitt Diehl den Knoten vorsichtig auseinander und befreite schließlich alle fünf Eichhörnchen. Die Tiere blieben unverletzt.

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