15.09.2018 08:55 |

Kampf um freie Zugänge

Klagsdrohung im Seenstreit: Eigentümer wehren sich

In der Debatte um freie Seezugänge geht es heiß her. Wie berichtet, kämpfen Initiativen für einen Verkaufsstopp öffentlicher Gründe. Für ordentlichen Wirbel sorgt die Forderung, Bausünden zu beseitigen - Immobilienbesitzer drohen mit Klage. In Velden wird unterdessen die Bausperre verlängert.

Mit der Maßnahme will man die Flut an Zweitwohnsitzen stoppen und dafür sorgen, dass die Seeuferbereiche, Grünräume und der Baumbestand erhalten bleiben. Diese Woche hat der Gemeinderat das Bauverbot um ein Jahr verlängert. Bürgermeister Ferdinand Vouk: „Wir hoffen, dass durch den Erlass der Bausperre ein Impuls gesendet wird und andere See-Gemeinden dem ebenso Folge leisten.“

Freie Seezugänge: „Es ist fünf vor zwölf!“
Für die Naturfreunde, die sich vehement für einen generellen Widmungsstopp, den Rückkauf von Seegrundstücken, den „Rückbau von Betonklötzen, die nicht im Einklang mit öffentlichem Interesse sind“, einsetzen, ist es fünf vor zwölf. Es gebe Versuche, den freien Seezugang in Egg am Faaker See zu schließen. In Velden stehe das Gemeindebad zum Verkauf. Wie es mit dem Kropfitschbad in Krumpendorf weitergehe, sei unklar. „Es müssen alle raumplanerischen Instrumente ausgeschöpft werden, um öffentliches Interesse zu schützen. Zudem bedarf es einer weiteren gesetzlichen Regelung, um die Sünden der Vergangenheit zu beseitigen“, sagt Philipp Liesnig.

Drohung mit Klage
Diese Forderungen passen nicht allen ins Konzept. „Uns wurde mit Klage gedroht. Wir lassen uns aber nicht mundtot machen - unser Kampf für gerechte Seezugänge geht weiter.“

Thomas Leitner und Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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