"Herr Eibe-Hinrichs hat fünf Minuten vor Sitzungsbeginn telefonisch seine Absage mitgeteilt", erklärte Gesundheitslandesrat Peter Kaiser (SPÖ). "Bis gestern Vormittag hat er klar zugesagt, der Vertrag war ausverhandelt", zeigte sich Aufsichtsrat-Vorsitzender Kurt Scheuch (FPK) verwundert. Nun würden mit der Zweitgereihten des Ausschreibungsverfahrens, Ines Manegold (48) vom Universitätsklinikum Düsseldorf, Verhandlungen aufgenommen. "Sie ist bereits kontaktiert worden und hat Interesse bekundet", sagte Kaiser. Je schneller die Bestellung erfolge, desto besser sei es fürs Kärnten Gesundheitssystem.
Mandl sorgte für Wirbel
Die Kabeg, welche die Kärntner Landesspitäler mit rund 7.000 Mitarbeitern verwaltet, war im vergangenen Jahr in Turbulenzen geraten, nachdem das BZÖ den Grazer Universitätsprofessor Dieter Mandl als Vorstand installiert hatte. Mandl suspendierte sowohl den kaufmännischen als auch den medizinischen Direktor des LKH Klagenfurt und sorgte ständig für Wirbel. Nach einem halben Jahr wurde er abberufen und prozessiert seither gegen das Land. Gegen Mandl läuft wiederum ein Strafverfahren wegen versuchter Nötigung. Die beiden Vorstands-Stellvertreter Dieter Errath und Johann Marhl führten interimistisch das Unternehmen.
Insgesamt 92 Kandidaten hatten sich nach der Ausschreibung des Vorstandspostens beworben. Fünf davon wurden letztlich zum Hearing geladen, Anfang November entschied sich der Aufsichtsrat für Eibe-Hinrichs. Er war zuletzt Vorstandsmitglied der Kliniken Nordoberpfalz A, zuvor leitete er vier Jahre lang das Kreiskrankenhaus Stollberg im Erzgebirge als Geschäftsführer.
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