Do, 20. September 2018

Verhaftet

14.09.2018 21:56

Russen wollten Schweizer Labor ausspionieren

Zwei russische Staatsbürger sind bei einem Spionageversuch in der Schweiz aufgeflogen und in den Niederlanden verhaftet worden. Der Schweizer Nachrichtendienst NDB bestätigte am Freitag die „Planung von illegalen Aktionen gegen eine kritische Schweizer Infrastruktur“. Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um das staatliche Chemielabor Spiez. Es war sowohl nach dem Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter im März in Großbritannien als auch bei der Untersuchung von Giftgasproben aus Syrien im Einsatz.

Die beiden beschuldigten Agenten seien schon im Frühjahr in Den Haag verhaftet und ausgewiesen worden, berichtete der „Tages-Anzeiger“. Sie seien nicht identisch mit den beiden von Großbritannien namentlich genannten Verdächtigen beim Anschlag auf Skripal.

Kein Kommentar von niederländischen und russischen Behörden
Die niederländischen Behörden bestätigten die Zeitungsberichte bisher nicht. Der russische Auslandsgeheimdienst SWR äußerte sich nicht. „Wir kommentieren diese Berichte nicht“, sagte Sprecher Sergej Iwanow der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Das Labor gehört mit etwa 100 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Institutionen beim Nachweis von Kampfstoffen. Es arbeitet unter anderem im Auftrag der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). 

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.