Am 26. Mai 2019 ist Europawahl in Österreich, hier werden 19 der nach dem Brexit dann 706 Abgeordneten zum Europäischen Parlament gewählt. Die Haltung zur EU ist auch in Oberösterreich eher gespalten, zeigt die aktuelle IMAS-Umfrage für die „OÖ-Krone“. Im langjährigen Trend nimmt die EU-Kritik jedoch ab.
Die Einstellung der Österreicher zur EU ist immer wieder Thema. IMAS wollte von 800 repräsentativ für die oberösterreichische Bevölkerung ab 16 Jahren telefonisch befragten Menschen wissen: „Glauben Sie, dass die EU für das Leben und die Interessen der Oberösterreicher in Zukunft eher Vorteile oder eher Nachteile bringt?“ Der Anteil jener, die an mehr Vorteile glauben, überwiegt - siehe Grafik, linke Hälfte.
Polarisierung hat sich etwas verringert
Im langjährigen Trend hat sich die Polarisierung etwas verringert, 2009 sahen erst 44 Prozent eher Vorteile und 32 Prozent eher Nachteile. „Es zeigt sich ein starkes Bildungsgefälle“, meint man beim IMAS-Institut dazu, was bedeutet: Je höher der Bildungsabschluss, desto größer der Glaube an die Vorteile durch die EU. Bei den 16- bis 34-Jähringen (59 Prozent) und ebenso in der Generation 60+ (58%) überwiegen die Vorteileseher stärker, bei den 35- bis 59-Jährigen gehören dazu nur 47 Prozent.
Langjähriger Trend zu positiverer Einstellung
Die zweite IMAS-Frage zur EU wird in der rechten Hälfte der Grafik beantwortet. Sie lautet: „Wie ist Ihr Eindruck: Wird die EU von der Mehrzahl ihrer Verwandten eher gelobt oder eher getadelt?“ Auch hier gibt es den langjährigen Trend zu einer positiveren Einstellung: Im Jänner 2009 war das Lob noch bei 25 Prozent der Haupteindruck, der Tadel jedoch bei 51 Prozent.
Drei Oberösterreicher im Europa-Parlament
Derzeit noch sind drei Oberösterreicher unter den 18 europäischen EU-Abgeordneten. Josef Weidenholzer (SPÖ) und Franz Obermayr (FPÖ), beide in den höheren Sechzigern, werden nicht mehr kandidieren. „Urgestein“ Paul Rübig (ÖVP), der seit 1996 (!) dem Europäischen Parlament angehört, wird Anfang kommenden Jahres entscheiden, ob er noch einmal antritt, teilt er der „Krone“ mit.
Werner Pöchinger, Kronen Zeitung










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.