Sa, 22. September 2018

Via Instagram

12.09.2018 15:32

Kärntner Schüler bot 15-Jährige für Sex-Treffen an

Was Staatsanwältin Antoinette Tröster einem 16-jährigen Kärntner vorwirft, klingt unglaublich: versuchte entgeltliche Vermittlung von Sexualkontakten, Förderung der Prostitution - und alles davon ist wahr! Der Bursche hatte eine Freundin auf Instagram „angeboten“.

Markus (Name geändert) und seinem Papa ist es sichtlich peinlich, dass die ungewöhnliche Anklage Zuschauer ins Landesgericht Klagenfurt lockt. Richter Uwe Dumpelnik hat Mitleid mit dem 16-Jährigen und verhandelt teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

15-Jährige für Sex-Treffen angeboten
Es ist ja auch zu pikant, was sich zwei Jugendliche haben einfallen lassen: Markus richtete für eine Schulfreundin auf Instagram einen Account ein, in dem er die 15-Jährige für Sex-Treffen anbot. Gegen Gebühr, quasi Taschengeld-Erhöhung.

„Das Mädchen war nicht abgeneigt“, heißt es beim Prozess. Erst als ihrem neuen Freund die Nachrichtenfülle auf ihrem Handy zu dumm wurde, flog die Sache auf. Und Markus hat das Pech, mit seiner Aktion gegen ein Gesetz verstoßen zu haben, das „ursprünglich für klassische Zuhälter und nicht für Teenager-Blödheiten gedacht war“, wie Richter Dumpelnik erklärt: Förderung der Prostitution, Vermittlung von Sexualkontakten - selten benutzte Paragrafen, auf die bis zu fünf Jahre Haft stehen.

Vier Monate bedingt für 16-Jährigen
Markus kommt mit vier Monaten bedingt davon. Dankbar nimmt er an. Der Papa wird ihn während der dreijährigen Probezeit sicher genau im Auge behalten ...

Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung

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