Meister Petz getötet

Illegale Bärenjagd: Hatte der Schütze einen Komplizen?

Kärnten
18.12.2009 17:47
Der Bärenabschuss in Unterkärnten ist bekanntlich geklärt: Ein Jäger wird wegen der Tötung von Jungbär „Roznik“ bei der Staatsanwaltschaft angezeigt – die „Krone“ berichtete exklusiv. Trotzdem sind noch einige Fragen offen: Waren Komplizen an der Tat beteiligt und wo ist das Bärenfell samt Kopf und Tatzen verblieben?

„Es wäre schon möglich, dass dem mutmaßlichen Täter jemand geholfen hat. Jedoch nur, um den erlegten Bären kurzfristig zu verstecken“, erklärt Oberst Christian Martinz von der Kripo. Die Tat selbst, den illegalen Abschuss, soll der „mittvierzigjährige“ Mann laut Ermittlern alleine verübt haben. Martinz: „Der Bär war jung und wog maximal 80 Kilogramm. Diesen etwa auf einen Anhänger aufzuladen, wäre für den Tatverdächtigen kein Problem gewesen.“

Noch immer nicht aufgetaucht sind das Bärenfell samt Bärenhaupt und den Tatzen, also die Trophäen.  Ein Ermittler: „Wir haben keine Hinweise zu deren Verbleib.“ Den Kadaver hatte der Täter bekanntlich im slowenischen Logartal entsorgt.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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