Sa, 19. Jänner 2019

Sorge vor Verlusten

01.09.2018 14:00

Ärztekammer warnt vor der Fusion der Kassen

Laut einer Studie des bekannten Ökonomen Friedrich Schneider könnte Oberösterreich durch die Zusammenlegung der Krankenkassen jährlich zwischen 87 und 191 Millionen Euro an Wertschöpfung verlieren. Deshalb spricht sich Oberösterreichs Ärztekammer einmal mehr gegen die Fusionspläne der Bundesregierung aus. 

Wind auf die Mühlen der Kritiker der geplanten Zentral-Krankenkasse in Wien liefert eine Studie des Volkswissenschafters Friedrich Schneider. Er errechnete für Oberösterreich einen Verlust von bis zu 191 Millionen Euro, weil die Zentralisierung automatisch zu einem Auftragsrückgang in der Region führen würde. Nicht nur im Gesundheits- und Sozialwesen, sondern auch für viele verknüpfte Wirtschaftsbereiche, wie etwa Transport- oder Taxiunternehmen.

Oberösterreich großer Verlierer?
Die Regierung spricht von Einsparungen von einer Milliarde Euro. Das bezweifelt Schneider: „Das Einsparungspotenzial ist sehr bescheiden. Wenn ich nichts gewinne und sogar etwas verliere, frage ich mich, wozu die Reform?“ Als größter Verlierer könnte Oberösterreich hervorgehen, da die OÖGKK die höchsten Rücklagen hat und das bei den niedrigsten Pro-Kopf-Ausgaben von 3714 Euro. Zum Vergleich: Wien ist mit 4295 € am teuersten.

Ruf nach Budgetautonomie
Deshalb warnt Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser vor der Kassenfusion und verlangt Budgetautonomie: "Oberösterreich darf kein Geld abgezogen werden. Sonst werden wir für unsere Effizienz auch noch bestraft.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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