Klimagipfel
Entwicklungsländer blockieren die Verhandlungen
In Kopenhagen verhandeln seit einer Woche 192 Länder über ein Abkommen, um eine Klimakatastrophe abzuwenden. Es soll bis Ende der Woche zumindest in Eckpunkten stehen. Am Montag weigerten sich jedoch etwa 135 Entwicklungsländer unter Führung einiger afrikanischer Nationen zunächst, in den Arbeitsgruppen weiterzureden.
"Derzeit passiert hier nichts"
"Derzeit passiert hier nichts", sagte Zia Hoque Mukta, ein Delegierter aus Bangladesch. Die Entwicklungsländer forderten Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard auf, die Emissionsziele der Industrieländer ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen, bevor die Gespräche wieder aufgenommen werden können. Sie wollten durchsetzen, dass das Kyoto-Protokoll auch für die Zeit nach 2012 fortgeschrieben wird.
Das Protokoll sieht nur für die Industrieländer verbindliche Klimaziele vor. Die Industrieländer wollen dagegen ein völlig neues Abkommen, das auch Schwellen- und Entwicklungsländern Pflichten auferlegt - allerdings geringere als den reichen Staaten.
Österreich steht beim Klimaschutz im internationalen Vergleich indes nach wie vor schlecht da: Im aktuellen Ranking der Umweltorganisation Germanwatch liegt die Alpenrepublik auf einer 60-stufigen Skala auf Platz 42 und rangiert damit deutlich im hinteren Drittel.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.