Di, 13. November 2018

Historischer Rückblick

22.08.2018 11:56

Das war der Bleiburger Wiesenmarkt früher

Das größte und älteste Volksfest des Kärntner Unterlandes wird zum 625. Mal in Bleiburg gefeiert. Ein historischer Rückblick.

Das Recht zur Abhaltung des Marktes wurde durch Herzog Albrecht III. im Jahr 1393 verliehen“, erzählt Landesarchiv-Direktor Wilhelm Wadl. Bis vor 176 Jahren wurde der Markt immer am Mariä Himmelfahrtstag, also am 15. August, abgehalten, dann wurde er auf den Egyditag verlegt.

Das Wiesenmarktgelände - seit 625 Jahren das selbe - war nie im Besitz der Stadtgemeinde Bleiburg! Es war einst von den Guetensteinern an die Freiherren von Windischgrätz gelangt. 1606 erwarb die Familie Thurn-Valsassina die Wiese. Wadl: „Drei Jahrhunderte blieb das Areal in deren Besitz.“ 1954 verkaufte Graf Alexander die Wies’n dem Bauer Florian Kurath, der die Fläche seinem Sohn hinterließ, der freiwillig aus dem Leben schied. Marktmeister Arthur Ottowitz: „Er vermachte das Areal der katholischen Kirche.“

Der Vertrag für die Benützung des Areals stammt aus 1428. Damals hat Stadtrichter Hanns Khatschnig das Recht zuerkannt, „hinfort ewiglich den Jahrmarkt alljährlich auf der genannten Wiese abzuhalten“. Dieser Vertrag, einer der ältesten noch gültigen Rechtsbräuche Europas, gilt seit 590 Jahren. So lange wird auch der Pachtzins bezahlt: Muskatnuss, Gewürznelken, Zimt, Pfeffer und die drei kleinsten Münzen.

Heuer lockt die Wies’n übrigens vom 31. August bis 3. September!

Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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