22.08.2018 12:00 |

Bauer (37) vor Gericht

Tierquälerei: Kuh litt und wog nur mehr die Hälfte

Einmal mehr saß am Dienstag ein Tiroler Bauer vor dem Innsbrucker Landesgericht, der im Stall die nötige Sorgfalt vermissen hatte lassen. 

Der Vorwurf gegen den Unterländer (37) lautete auf Tierquälerei: Er soll das Leiden einer kranken Kuh ignoriert haben. „Das Tier hatte wunde Stellen, die Kette war beim Hals schon eingewachsen und am Ende wog es nur mehr 338 Kilo - die Hälfte des Normalgewichts“, schilderte die Amtstierärztin als Zeugin.

„Ich war wohl betriebsblind“
Zumindest zehn Tage soll der qualvolle Zustand angedauert haben. Der Nebenerwerbslandwirt führte Überforderung mit seinen 25 Stück Vieh (inklusive 15 Jungtiere) ins Treffen. Er habe einfach zu viel Arbeit - untertags als Liftangestellter - gehabt. Ob ihm das Leiden der Kuh nicht aufgefallen sei? „Ich war wohl betriebsblind.“ Dem Unbescholtenen wurde eine Diversion gewährt, er muss nun 1200 Euro Geldbuße zahlen.

Andreas Moser
Andreas Moser
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