Mo, 22. Oktober 2018

Sorge im Mühlviertel:

10.08.2018 05:15

21 Wolfs-Opfer an der Grenze zu Oberösterreich

Weyer, Unterweißenbach, Weitersfelden, Gutau, Haslach - in Oberösterreich ist heuer die Liste der Orte mit Wolfssichtungen und -angriffen auf Weidetiere schon lang. Jetzt gibt’s Meldungen von insgesamt 21 verletzten oder getöteten Schafen, Lämmern und Rindern direkt hinter der Landesgrenze im Waldviertel.

Man muss sich nur die Landkarte ansehen: Der Wolf „drückt“ vom Norden und Osten in unser Bundesland. Der Schafsriss von Weyer war bisher die Ausnahme, doch auch im Süden Österreichs gibt’s vermehrt Wolfs-Sichtungen.

Lämmer gerissen
Jetzt ist wieder im Mühlviertel, genauer an der Grenze zum Waldviertel Alarmstimmung. Denn in der Gemeinde Langschlag im Bezirk Zwettl wurden nur zehn Meter von einem Haus entfernt vier schlachtreife Lämmer auf einer Koppel gerissen. Der DNA-Abgleich ergab: Es war ein Wolf!

Zwei Tiere verschwunden
In den Nachbarorten Siebenhöf und Stierberg gab’s weitere Schafsrisse, hier fehlt der Gen-Test noch. Und ganz aktuell wurden in der Ortschaft Bruderndorf fünf Schafe gerissen, zwei Tiere sind verschwunden. Auch hier wurden DNA-Proben entnommen, um den Angreifer zu identifizieren.

Bereits dritter Vorfall
In Arbesbach in der Ortschaft Rammelhof, die direkt an der Landesgrenze liegt, drang offenbar ein Wolf in einen Rinderstall ein, biss einer Kuh den Schwanz ab, ein Kalb wurde verletzt. Dies sei in der Grenzgemeinde schon der dritte Vorfall gewesen sein.

Land zahlt Schaden
In Oberösterreich rechnen die Jäger auch jederzeit wieder mit Rissen durch „Isegrim“, da es vor allem im Bezirk Freistadt regelmäßig Sichtungen gibt. Die Jäger zahlen keine Entschädigungen bei Rissen mehr, das Land Oberösterreich bezahlt die Schäden.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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