Fr, 19. Oktober 2018

Angst geht in Orten um

04.08.2018 12:00

Trotz Ansturm der Gäste droht Bädern der Untergang

Volle Schwimmbecken und Liegewiesen, strahlend blauer Himmel, so weit das Auge reicht! Das wird sich leider ändern - nicht nur wettertechnisch. Dann werden über viele Freibäder in Oberösterreich wieder dunkle Wolken aufziehen.

Das Bäderinvestitionsprogramm des Landes treibt seit Monaten vielen Bürgermeistern die Schweißperlen ins Gesicht. Damit die Fördergelder für wichtige Bauvorhaben fließen können, müssen Gemeinden den Nachweis der Wirtschaftlichkeit bei   Errichtung und laufendem Betrieb erbringen.

Kritik der Bürgermeister
Konkret heißt das, dass die Bäder mindestens 50 Prozent der gesamten Ausgaben decken müssen. Das muss bis 2021 erfolgen. Aus Sicht vieler Ortschefs ist diese Zielvorgabe aber reine Utopie. Dennoch kämpfen sie hartnäckig um ihre Bäder. Zumeist werden die Tarife erhöht. So hob zuletzt auch die Gemeinde Grünau die Preise an.

Ried senkt die Preise
Die Stadt Ried geht den völlig anderen Weg. Seit 2016 wurden die Jahres-Tickets massiv verbilligt und der Gästeschwund dadurch gestoppt. Pensionisten zahlen statt 65 nur noch 27 €, Erwachsene zwar 67 Euro - doch wer die Karte bis zum 15. Mai löst, zahlt nur 37 Euro. Die Zahl der Dauerkartenbesitzer stieg von 101 (2016) auf 385 (2017) und heuer auf 750.

Viel weniger Minus
Mit dem jährlichen Minus ging es steil bergab. Statt 208.000 Euro wird in diesem Sommer „nur“ ein Abgang von 160.000 Euro erwartet. „Die Deckungsquote bei den Ausgaben liegt aber auch nur bei 32 Prozent. 50 ist nicht realistisch“, so der Rieder SPÖ-Vorsitzende Peter Stummer. Kritischer Nachsatz Richtung Bäder-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP): „Bei volkswirtschaftlichen Themen darf betriebswirtschaftliches Denken nicht im Vordergrund stehen. Es geht auch um die Gesundheit der Menschen!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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