Gutachter klärt auf

Geplante Rodungen in der Hainburger Au sind rechtswidrig

Niederösterreich
06.12.2009 20:53
Ein vernichtendes Urteil stellt ein Gutachten den von der Via Donau geplanten Eingriffen in den Hainburger Donau-Auen aus: Demnach ist der angedachte Eingriff in den Nationalpark rechtswidrig. Wie berichtet sollen – angeblich, um die Donau schiffbarer zu machen – 130 Hektar Wald gerodet werden.

Schon seit mehreren Monaten warnen Hainburg-Veteranen – von Umweltdachverbandspräsident Heilingbrunner über den Bürgerinitiativler Wolfgang Rehm bis hin zu Professor Bernd Lötsch – vor dem geplanten Naturversuch der Via Donau. „Er dient lediglich als Vorarbeit zum Ausbau des Stroms zum Schifffahrtskanal“, wettert das Trio zum wiederholten Male.

Die Quintessenz der von Mag. Stefan Blecha erstellten Expertise lautet nun: "Nach dem geltenden Nationalparkgesetz sind Baumaßnahmen – seien es Rodungen oder Baggerungen – strikt untersagt! Auch die schon erteilte Ausnahmegenehmigung der niederösterreichischen Landesregierung entbehrt jeder Rechtsgrundlage."

von Mark Perry, Kronen Zeitung

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