Die vorsorgliche Behandlung der Menschen im Umfeld des erkrankten Schülers mit Antibiotika hat gewirkt. "Es sind keine weiteren Meningitis-Fälle mehr aufgetreten", bestätigt Klaus Fillafer, Amtsarzt in Klagenfurt.
Nach Bekanntwerden der Infektion, liefen im Gesundheitsamt ja die Telefone heiß – Hunderte besorgte Eltern informierten sich, wie sie ihre Kinder schützen können. "In den vergangenen zwei Jahren hatten wir in Klagenfurt keine Meningokokken-Fälle. Das liegt insbesondere daran, dass in den Schulen geimpft wird", erklärt Fillafer.
Impfung nicht hundertprozentig sicher
Dass es aber keinen hundertprozentigen Schutz gibt, wurde im aktuellen Fall augenscheinlich. Fillafer: "Der erkrankte Bursche war geimpft – gegen den Meningokokken-Stamm C. Gegen den B-Stamm, der zur Erkrankung führte, gibt es keine Impfung." Neben mehreren äußerst seltenen Meningokokken-Fällen, sind die Stämme B und C für 99 Prozent der Erkrankungen verantwortlich.
Glücklicherweise hat der 14-Jährige die Akut-Phase der Infektion mit hohem Fieber bereits überstanden. "Er ist auf dem Weg der Besserung", bestätigt die Sprecherin des LKH Klagenfurt, Nathalie Wurzer. Wann der gebürtige Tschetschene das Krankenhaus verlassen wird können, stehe allerdings noch nicht fest.
Erst vor zwei Jahren endete die Infektion mit Meningokokken in Kärnten ja für zwei Schüler mit dem Tod. Die Übertragung der Bakterien über den Austausch von Speichel kann zu einer Gehrinhautentzündung oder zu einer Blutvergiftung führen.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.