Fr, 19. Oktober 2018

Polizei-Großaufgebot

12.07.2018 09:21

EU-Gipfel in Innsbruck: Heiße Phase angelaufen!

Alarmstufe Rot herrscht ab sofort in Innsbruck! Der EU-Gipfel, an dem alle Innen- und Justizminister teilnehmen, machte sich am Mittwoch im Stadt-Alltag erstmals richtig bemerkbar. Am Flughafen trudelten nach und nach die hochrangigen Politiker samt Delegationen ein. Auf den Straßen war die Lage ruhig, aber angespannt.

Mittwochfrüh, pünktlich um 8 Uhr: Das Zutrittsverbot rund um den Adolf-Pichler-Platz tritt in Kraft. Mittendrin in der Sperrzone: Das Hotel „The Penz“. Dort sind dieser Tage die Innenminister sämtlicher EU-Staaten einquartiert.

Kurz vor 11 Uhr: Hotel-Chef August Penz schwirrt auf dem Vorplatz, der von schwer bewaffneten Polizisten bewacht wird, herum. Zumindest äußerlich wirkt er entspannt: „Es ist so, als würde man daheim einen besonderen Besuch erwarten.“

Alle 92 Zimmer im „The Penz“ seien durch den „EU-Besuch“ belegt. Und alle wurden im Vorhinein freilich auf Hochglanz poliert sowie von Spezialkräften der Polizei gefilzt. Mit Unterstützung von Spürhunden!

11.05 Uhr: Eine ganze Armada von schwarzen Luxuswagen steuert das Penz an. Österreichs Innenminister und „Gastgeber“ Herbert Kickl (FPÖ) steigt aus einem der Autos, winkt kurz den Zaungästen und verschwindet im Hotel. Die heiße Phase ist angelaufen!

Anspannung am Airport
Auch im und rund um den Flughafen war die Situation am Mittwoch angespannt. Seit 4 Uhr Früh werden an den Zufahrten strenge Kontrollen bei allen Fahrzeugen durchgeführt. Und auch sämtliche ankommenden „Normalo“-Passagiere (Wien-Flüge ausgenommen) mussten ihre Reisepässe vorweisen.

Anderen blieb dieses Szenario erspart, ja sie wurden sogar direkt bei den Maschinen abgeholt. Die Minister.

Den ganzen Tag über trafen die hochrangigen Politiker samt Anhang in der Tiroler Landeshauptstadt ein. Die meisten reisten klassisch per Linienflug an - über Wien, Frankfurt und London, heißt es von Seiten des Flughafens. Außerdem wurde der eine oder andere Privatflieger erwartet.

Demo: „Eure Sicherheit tötet“
Brenzlig könnte es Mittwochabend in der Innenstadt werden. Im Internet wird zur Demonstration mit Ausgangspunkt bei der Annasäule aufgerufen. Auf Plakaten wird auch das Motto der Kundgebung angepriesen: „Eure Sicherheit tötet“.

Die Polizei ist gerüstet - es gebe weiterhin keine Hinweise auf Gewaltaktionen. Hoffentlich bleibt das so!

Abgesehen davon kam es diese Woche noch zu keinen außergewöhnlichen Zwischenfällen, so die Ermittler. Auch nicht bei den Grenzkontrollen. Interessant: Sogar der Modellflugplatz in Zirl wurde aufgrund des EU-Gipfels gesperrt.

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Hubert Rauth
Hubert Rauth

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