Noch nicht einmal gebaut und schon verkauft: Rene Benkos selbst ernannte "Herzensangelegenheit", das Kaufhaus Tyrol, wurde am Wochenende aus Geldgründen zu 50 Prozent an einen griechischen Milliardär veräußert. Über den Kaufpreis wird geschwiegen. Jedoch sei das "Tyrol" laut Benko um die 200 Millionen Euro wert.
Im Februar publizierte die "Krone" exklusiv Verkaufsgemunkel rund um einen griechischen Reeder. Benko dementierte dies damals kategorisch.
Warum der Schwenk?
"Mein Geschäftspartner hat ein Angebot gemacht, das ich nicht ablehnen konnte", so Benko. Den Namen des Investors wollte er noch nicht nennen. Als Käufer im Firmenbuch tritt die "Laura GmbH" auf. Deren Geschäftsführer der Grieche Stephan Souras (37) ist. Dieser wiederum ist Direktor der "Ocean Freight Inc." - einer griechischen Reederei gegründet von Anthony Kandylidis.
Im "Krone"-Gespräch bestätigte Kandylidis, den Kaufhaus-Deal, wollte aber Rücksprache mit Benko bezüglich der Presse-Veröffentlichung halten. Das zweite Gespräch: "Ich mache keine Geschäfte in Tirol. Ich kenne Rene Benko zwar, arbeite aber nicht mit ihm", so die 180-Grad-Wende.
12 Millionen Mietertrag pro Jahr
Der Grieche übernahm laut Benko die Hälfte der Verbindlichkeiten und hofft auf eine satte Dividende. "Ich rechne mindestens mit 12 Millionen Euro Mietertrag pro Jahr. Es ist mit einer Dividende jenseits der 1,5 Prozent zu rechnen", vermutet Benko.
Bürgermeisterin Hilde Zach zu dem unvermuteten Verkauf: "Bei Benko wundert mich gar nichts mehr." Dass in Zukunft das "Tyrol" im Kaufhaus-Namen in griechischen Lettern (wie im Bild) geschrieben wird, ist dennoch unwahrscheinlich.
von Matthias Holzmann und Christof Birbaumer, Tiroler Krone








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