Di, 23. Oktober 2018

Prozess in Innsbruck

11.07.2018 08:30

Vater (51) verging sich an eigener Tochter

Es ist wohl eines der abscheulichsten Verbrechen, das es gibt! Über sechs Jahre hinweg hatte ein Zillertaler (51) seine eigene Tochter immer wieder sexuell missbraucht. Am Innsbrucker Landesgericht legte der Mann am Dienstag ein volles Geständnis ab und wurde im Schnellverfahren zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Begonnen hat alles mit Streicheleinheiten, als die heute 17-Jährige acht Jahre alt war. „Dann hat sich die Intensität immer mehr gesteigert“, erklärte die Staatsanwältin in ihrem Eröffnungsplädoyer. Immer wenn die Mutter gerade einmal nicht zu Hause war, verging sich der Zillertaler an seiner Tochter - sechs Jahre lang!

Arbeitgeberin anvertraut
Als der Angeklagte im August des Vorjahres offenbar im Badezimmer seiner Wohnung wieder einmal seine Triebe nicht unter Kontrolle hatte, setzte sich das Mädchen erfolgreich zur Wehr. Doch dabei blieb es nicht: Die 17-Jährige offenbarte sich ihrer Arbeitgeberin - und die erstattete Anzeige.

Geständnis abgelegt
Vor dem Schöffensenat redete der 51-Jährige, wie auch schon vor der Polizei, nicht lange um den heißen Brei herum. „Was vorgefallen ist, ist passiert. Und man kann dies nicht mehr rückgängig machen“, zeigte sich der Mann voll geständig. Es sei aber zumindest nie Gewalt im Spiel gewesen.

Aussagen von Mädchen nicht mehr nötig
Aufgrund des Geständnisses des zuvor unbescholtenen Zillertalers wurde auf das Abspielen der Video-Einvernahme des Mädchens verzichtet. Richter Norbert Hofer verkündete daher bereits nach nicht einmal 45 Minuten das Urteil: Der Angeklagte wurde unter anderem wegen Blutschande bei einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nicht rechtskräftig.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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