Di, 17. Juli 2018

Jugendheim in Kritik

10.07.2018 08:30

Nach „mopäd“-Fiasko soll Heimunterricht kommen

Nach den teilweise desaströsen Zuständen im Welser Jugendheim „mopäd“ mit massiven Anrainerbeschwerden, die - wie berichtet - sogar in einer Drogenrazzia der Polizei mündeten, geht Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer in die Offensive. Experten der Kinderpsychologie und Sozialpädagogik geben ihr Rückendeckung.

Die Zustände im Welser „mopäd“, einer Wohngruppe für Problemjugendliche, hatten, wie berichtet, für viel Aufregung gesorgt. Auch weil die FPÖ die Vergeudung von Steuergeldern witterte und eine Kampagne lostrat. Nachdem von den meisten Vorwürfen unterm Strich aber nur wenig überblieb, schossen sich die Freiheitlichen auf das Fakt ein, dass sieben der neun Burschen kaum den Schulunterricht besuchen, es bei Kontrollen aber nie Beanstandungen gab. Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer könnte sich mittlerweile für eine Art Heimunterricht erwärmen.

Zu viele Problem-Jugendliche
Insider des Sozialressorts kritisieren hinter vorgehaltener Hand, dass der „mopäd“-Betreiber schlicht zu viele extrem auffällige Jugendliche aufnehmen würde. Diese Einrichtung ist für absolute Problem-Teenager gedacht, die bereits aus allen anderen Betreuungsangeboten geflogen sind. „Gefühls-Tsunami“ bei traumatisierten KindernUnterstützt von einer hochrangigen heimischen Expertenrunde wies Gerstorfer auf die Möglichkeiten, aber auch Grenzen bei der sozialpädagogischen Betreuung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen hin. 

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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