Vom Zoo ins Hochgebirge: Insgesamt 17 Steinböcke wurden in den vergangenen drei Jahren im hintersten Zillertal ausgewildert, die Population beträgt nun 90 bis 100 Tiere. Die Bestückung mit Sendern macht spannende Erkenntnisse möglich - etwa dass die Tiere „ihrem“ Ursprungstal treu blieben.
„Die Auswilderungen leisten einen Beitrag zur Auffrischung der genetischen Vielfalt. Erfreulich ist, dass sich die 17 Zoo-Tiere rasch an die vorhandene Population angeschlossen haben“, so Willi Seifert, Geschäftsführung des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen. Die letzte Auswilderung fand erst kürzlich, am 26. Juni, nahe der Berliner Hütte statt. 50 Schüler und Lehrer der Neuen Mittelschule Hippach erlebten hautnah, wie die Tiere von den Transportboxen hinaus die Freiheit sprangen.
Erneut wurden zwei Exemplare - „Ruap“ und „Rosi“ - mit Halsbandsendern bestückt, die alle drei Stunden GPS-Daten und Forschern damit den genauen Aufenthaltsort übermitteln. Wichtige Erkenntnisse bisheriger Auswilderungen:
Ein Problem: Nicht selten verlieren Tiere im extremen Lebensraum die Sender, die Kälte setzt zudem den Batterien zu. Nach drei Jahren ist aber ohnehin das Abfallen der Halsbänder vorgesehen, denn dann hat sich ein integrierter Baumwollstreifen zersetzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.