Causa Hypo

LH Dörfler kann sich Anteils-Abgabe an Bund vorstellen

Kärnten
30.11.2009 09:10
Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat am Sonntagabend erklärt, er könne sich eine Abgabe der 12,4-Prozent-Anteile Kärntens an der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) an die Republik Österreich "gut vorstellen". In der ORF-Sendung "Im Zentrum" meinte Dörfler auf die Frage, ob die Bank teilverstaatlicht werden sollte: "Dann herrschen klare Fronten."

Man könne aber keine Verhandlungen führen, solange man noch gar nicht wisse, was der Haupteigentümer - die BayernLB - eigentlich wolle. Sobald die Mehrheitseigentümer deponieren würden, was sie eigentlich wollten, werde es Verhandlungen über die Zukunft der Bank geben.

Geld aus dem Landesbudget oder aus dem Zukunftsfonds des Landes, in dem die Veräußerungserlöse der Hypo-Anteile veranlagt sind, werde es jedenfalls nicht geben, bekräftigte Dörfler.

Kein Geld von der Republik
Auch Finanzminister Josef Pröll hält an seiner Position fest, dass die schwer angeschlagene Kärntner Hypo Alpe Adria nicht eine zweites Mal Geld aus dem Bundesbudget bekommen soll. Pröll betonte in einem Interview, dass "derzeit keine Absicht besteht, die Steuerzahler noch einmal einspringen zu lassen".

Die Eigentümer der Bank "sollen nicht nur dabei sein, wenn es Gewinne gibt, sondern auch, wenn es wirtschaftlich schlecht geht", sagte der Finanzminister. Es gebe in den anderen Bundesländern "kein Verständnis" für neuerliche Zuschüsse durch die Steuerzahler.

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