Sa, 21. Juli 2018

Nächtlicher Schock:

04.07.2018 06:10

Jäger erlegte Fuchs: Kugel durchschlug Fenster

Ein Fuchs ist tot, sonst wurde zum Glück aber niemand getroffen: Als in St. Georgen im Attergau ein junger Jäger Nachts einen Meister Reineke erlegte, gellte das Projektil offenbar ab, durchschlug bei einem hinter dem Fuchs stehenden Haus das Glasfenster der Balkontüre im 1. Stock. Der geschockte Bewohner fand neben den Scherben das Projektil. Der Jäger wurde ausgeforscht und angezeigt.

Jagden in Siedlungsgebieten sind erlaubt und nicht ungewöhnlich, erklärt Christopher Bäck vom Landesjagdverband nach dem gefährlichen Zwischenfall, der sich heute vor einer Woche ereignet hatte, aber: „Es muss natürlich auf alle Fälle auf die Sicherheit und einen Kugelfang geachtet werden!“

Schuss riss Bewohner aus dem Schlaf
Da war ein 22-jähriger Jungjäger offenbar schlampig, als er auf die Pirsch nach einem Fuchs ging, der sich in der Nacht einem Mehrfamilienhaus in St. Georgen/Attergau näherte. Als der Waidmann den Meister Reineke um 1.30 Uhr früh vor die Flinte bekam, drückte er ab. Der Schuss riss den 50-jährigen Bewohner im angrenzenden Haus aus dem Schlaf. Beim Blick aus dem Fenster sah er eine Person mit Stirnlampe die Wiese vorm Haus absuchen und dann mit einem Auto wegfahren.

Projektil lag im Schlafzimmer
Als der 50-Jährige gegen 5.45 Uhr erneut aufstand, sah er, dass die Balkontür zum Schlafzimmer durchschossen war, neben den Glassplittern ein Projektil lag. Er erstattete Anzeige bei der Polizei und setzte sich auch mit dem örtlichen Jagdleiter in Verbindung.

Waffenverbot für unvorsichtigen Jäger
Schließlich wurde der 22-jährige Jungjäger als Schütze ausgeforscht, der erzählte, dass er dort einen Fuchs erlegt hätte. Das Projektil müsse dabei abgegellt sein und im Haus eingeschlagen haben. Er wurde bei Staatsanwaltschaft und Bezirkshauptmannsachaft angezeigt, zugleich wurden ihm Jagdschein und Jagdgewehr abgenommen und über ihn ein Waffenverbot verhängt.

Johann Haginger/Kronen-Zeitung

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