Sa, 17. November 2018

Champagner und Co.

03.07.2018 08:38

Nach Luxusausgaben müssen EU-Rechte Geld erstatten

Weil sie EU-Gelder für Champagner und Luxusmenüs ausgegeben hat, muss die Fraktion der EU-Rechtspopulisten im Europaparlament jetzt mehr als eine halbe Million Euro zurückerstatten. Dies habe am Montagabend das Präsidium der EU-Volksvertretung einstimmig entschieden, wie eine Sprecherin mitteilte. Parlamentspräsident Antonio Tajani und seine 14 Stellvertreter folgten damit einem Antrag des Haushaltskontrollausschusses.

Den Angaben zufolge hatte die Fraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) allein im Jahr 2016 fast 478.000 Euro regelwidrig abgerechnet - unter anderem für mehr als 230 Flaschen Champagner, Schlemmermenüs zum Preis von mehr als 400 Euro pro Person sowie teure Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter. Für das vergangene Jahr beanstandet der Haushaltskontrollausschuss Ausgaben in Höhe von mehr als 66.400 Euro.

Nach Angaben aus dem Ausschuss hat die Parlamentsverwaltung aufgrund der festgestellten Unregelmäßigkeiten bereits fast 600.000 Euro von der Unkostenpauschale der ENF für das Jahr 2018 einbehalten. Dagegen kann die Fraktion nun vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg klagen.

Hohe Bewirtungskosten in Pariser Nobelrestaurant
Beanstandet wurden sowohl von einem unabhängigen Rechnungsprüfer als auch vom Kontrollgremium des Parlaments unter anderem die teilweise sehr hohen Bewirtungskosten - etwa die Einladung von „Industriellen“ in ein Pariser Nobelrestaurant zum Preis von 449 Euro pro Person.

In einem anderen Pariser Restaurant zahlte die Fraktion für „diplomatische Belange“ zwei Menüs zum Preis von je 401 Euro. Nach Angaben des französischen Enthüllungsblatts „Canard Enchaine“ hatte die Vorsitzende der früheren französischen Front National (FN), Marine Le Pen, dazu den Chef der fremdenfeindlichen italienischen Lega-Partei und heutigen Innenminister Matteo Salvini eingeladen.

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