Die antike, goldene Taschenuhr war bereits am Weg nach Nigeria. Doch weil sich der Betrüger vor lauter Gier bei seinem 44-jährigen Opfer in Bad Goisern verraten hatte, konnten Polizisten und Postbedienstete das schöne Stück, das nicht bezahlt worden war, noch aus dem Flugzeug holen, ehe dieses nach Afrika abhob.
Auf der Verkaufsplattform „willhaben“ hatte die 44-Jährige die Uhr angeboten und hatte bereits zwei Tage später eine Interessentin an der Angel. „Petra Huber“, so die angebliche Uhrenfreundin wollte 600 Euro überweisen. Und tatsächlich bekam die Verkäuferin in Bad Goisern auch über eine gefälschte E-Mail eines Bankinstituts eine Einzahlungsbestätigung auf ihr Konto. In diesem Moment schien noch alles zu passen und die 44-Jährige brachte das Paket mit der Uhr zur Post - es sollte nach Nigeria in Afrika gehen.
Gier verriet Betrüger
Doch als „Petra Huber“ nochmal 1300 Euro für ein Handy anbot, wurde die Goisererin misstrauisch und ging zur Polizei im Heimatort. Die fand rasch heraus, dass es keinen Geldtransfer gegeben hatte und die Uhr unbezahlt bleiben würde. Gemeinsam mit Post-Mitarbeitern fand man aber das Paket, das schon im Flugzeug war, und rettete die antike Uhr.
Markus Schütz/Kronen Zeitung
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