Wegen der Ausbaupläne für Temelin gibt es in Tschechien derzeit Diskussionen um den Einfluss Russlands auf die Energieversorgung in Mitteleuropa. Zeitungsmeldungen zufolge möchte die tschechische Regierung verhindern, dass Temelin-Betreiber CEZ die neuen Reaktorblöcke von einer russischen Staatsfirma bauen lässt, um die Abhängigkeit von Russland auf dem Energiesektor zu verringern.
Baubeginn früher als gedacht
Der Auftrag für den Bau der beiden neuen Temelin-Blöcke soll 2010 oder 2011 vergeben werden, Baubeginn dann schon im Jahr 2013 sein. Auch die private US-Firma Westinghouse und ein französischer Atomkonzern wollen dabei zum Zug kommen – wobei die Beamtenregierung in Prag die westlichen Firmen favorisiert, während Staatspräsident Vaclav Klaus angeblich doch eine Beteiligung der Russen befürwortet.
Wenig Rechte
Heftig umstritten bleibt die Umweltverträglichkeitsprüfung für die beiden neuen Blöcke, bei der das Vorverfahren beendet ist. Tschechiens Umweltrecht steht vor allem in Sachen Bürgerbeteiligung krass im Widerspruch zum EU-Recht – wovon natürlich die Projektbetreiber massiv profitieren.












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