2004 wurde das Cateringunternehmen gegründet – heuer ist es bereits Geschichte. 60 Mitarbeiter wurden um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht; 177 Gläubiger verloren viel Geld: Mit fast 2,9 Millionen Euro Minus ist der Fall "Arte" einer der größten Konkurse Kärntens in diesem Jahr. Die Gründe dafür hat der renommierte Wirtschaftssachverständige DDr. Johannes Neuner für das Gericht untersucht.
Und die Expertise verheißt für den Pleitier wenig Gutes: Man hätte längst erkennen müssen, dass man zahlungsunfähig ist. Sogar das Finanzamt hatte mehrmals bemängelt, dass zudem die Buchführung mangelhaft sei. Dennoch habe man weiter gewirtschaftet und gewurstelt – und schlimmer noch: In der vergangenen Ballsaison ließ sich der Cateringprofi, der seit Betriebsgründung nur massive Verluste schrieb, im Zuge der "Redoute" auf ein "außergewöhnlich gewagtes Geschäft" ein, wie Neuner schreibt.
Man musste 70.000 Euro allein dafür bezahlen, dass man den BZÖ-Ball bedienen durfte. Alles in allem brachte das einen Abgang von gut 35.000 Euro. Kurz nach der Veranstaltung brach das Cateringunternehmen dann zusammen. Hinweise darauf, dass bei solchen unverständlichen Transaktionen Gelder verschoben wurden, sollen bislang nicht gefunden worden sein. Jetzt ist Staatsanwalt Christoph Pollak am Zug.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"











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