Neben Bankdienstleistungen, die anderen alltäglich erscheinen, steht den Betroffenen auch ein Versicherungsangebot der Wiener Städtischen offen. Die insgesamt 400 Mitarbeiter der Zweiten Sparkasse arbeiten ehrenamtlich, was Zweite-Sparkasse-Vorstand Evelyn Hayden nicht müde wird zu betonen: "Man fühlt sich einfach willkommen."
5.000 Kunden in ganz Österreich
Österreichweit hat die von der Erste Bank vor drei Jahren ins Leben gerufene Initiative bereits etwa 5.000 Kunden - und Monat für Monat werden es laut der Vorstandschefin um 200 mehr. Der bei weitem größte Bedarf herrscht in der Bundeshauptstadt, schilderte sie. Allein in Wien, wo es die Möglichkeit seit 2006 gibt, nehmen demnach bereits rund 3.500 Kunden das kostenlose Girokonto und in Anspruch, darunter viele mit Migrationshintergrund. "Aber auch Graz ist leider sehr dynamisch", so Hayden. "Wir sehen schon eine Konzentration im städtischen Bereich. Im ländlichen Raum werden die Menschen noch besser aufgefangen."
Zahl der Privatinsolvenzen gestiegen
Im Burgenland stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent. Mit den Worten: "Wir brauchen Sie", sei das Land an die Zweite Sparkasse herangetreten, betonte Landesrätin Dunst: "In unseren Zuständigkeiten bemerken wir sofort, wenn sich die Banken zurückziehen." Caritas-Burgenland-Direktor Markus Glatz-Schmallegger sieht neue Formen der Armut im Kommen: "Armutslagen, wenn auch kurzfristiger, reichen bis in die Mitte der Gesellschaft hinein."
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