Fr, 22. Juni 2018

Neue Chancen

08.06.2018 10:23

Eine halbe Million für krebskranke Kinder

Es ist die größte Einzelspende, die die medizinische Universität Innsbruck je erhalten hat. Die Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg spendet 500.000 Euro an die kinderonkologische Forschung und finanziert so die Teilnahme an Studien und eine eigene Professur. All das ist unmittelbare Hilfe für die kleinen Patienten.

Es ist eine einzigartige Pressekonferenz in der Innsbrucker Kinderklinik am Donnerstag. Denn neben den Erwachsenen nehmen auch zwei kleine Mädchen an der Tafel Platz: Die achtjährige Leonie und die siebenjährige Suha. Beide sind Patientinnen auf der Kinderonkologie - beide sind aber auch einfach nur Mädchen, die gerne Schokokuchen essen und Traktor fahren. Sie laufen vorneweg durch die Station, Suha greift gezielt in ein Regal und zieht einen Pokal hervor. „Sieg“ ist auf den Sockel graviert. „Das ist ein Ritus geworden“, erklärt Ursula Mattersberger, Obfrau der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg. „Bei jeder Heilung überreichen wir den Pokal und singen gemeinsam ein Lied.“

Gute Heilungschancen
Die Chancen dafür stehen gut: „80 Prozent der Kinder können dauerhaft geheilt werden, bei Leukämie sind es sogar über 90 Prozent“, erklärt Thomas Müller, Direktor der Kinderklinik. Damit liegt Innsbruck gleichauf mit den Kinderkrebszentren in Graz und Wien - Österreich ist weltweit führend. Das liegt einerseits an der guten Zusammenarbeit der einzelnen Kliniken, aber auch an Menschen wie Mattersberger, die unermüdlich für die Kinder kämpfen. So konnte die unglaubliche Summe von 500.000 Euro generiert werden.

Unmittelbare Hilfe
Mit dem Geld wird eine eigene Professur für den Bereich der Kinderonkologie geschaffen und die Durchführung und Teilnahme an klinischen Studien gesichert. „Die Studien geben quasi einen einheitlichen Rahmen vor, innerhalb dessen wir individuell auf die Patienten eingehen können. Diagnosen werden etwa immer ein zweites Mal von der Studienzentrale geprüft, Checklisten führen zu mehr Sicherheit“, erklärt Müller, wie die Spenden direkt auf die Kinder wirken. Jährlich werden in Innsbruck etwa 70 kleine Patienten neu aufgenommen - sie alle sollen nun von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren und die Klinik möglichst schnell und gesund wieder verlassen. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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