Do, 21. Juni 2018

Sieben tote Tiere

07.06.2018 10:14

Die Hasenpest geht um: Auch zwei Jäger infiziert!

Im Süden der Stadt Salzburg grassiert seit wenigen Wochen die Hasenpest. Alleine seit Anfang Mai wurde bei sieben toten Hasen die Infektionskrankheit nachgewiesen. Auch zwei Jäger wurden inzwischen mit der Krankheit angesteckt, wie Bluttests ergaben. Die Männer mussten mit Antibiotika behandelt werden.

Die beiden Jäger haben einem ORF-Bericht zufolge Ende März im Halleiner Stadtteil Rif einen toten Hasen gefunden und untersucht. Dabei dürfte es zur Infektion gekommen sein, denn bereits am Tag danach bekamen die Männer Fieber und Gliederschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, ein anschließender Bluttest ergab, dass sie sich mit dem Erreger der Hasenpest infiziert hatten.

Seuche noch räumlich begrenzt
Alleine seit Anfang des Vormonats seien sieben tote Hasen mit der Krankheit gefunden worden. „Das sind gleich viele Fälle wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich“, sagte Landesveterinärdirektor Josef Schöchl. Zurzeit ist seinen Angaben zufolge die Seuche auf den Raum im Süden der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt.

Tiere verenden innerhalb von sieben bis zehn Tagen
Übertragen werden die Bakterien durch Schmierinfektion vor allem unter Hasen selbst, eine Ansteckung könnte aber auch über Stechmücken erfolgen. Infizierte Hasen verlieren das Fluchtverhalten und werden apathisch, sie verenden innerhalb von sieben bis zehn Tagen, so Schöchl. Eine Impfung oder Bekämpfung gebe es nicht, die Seuche verebbe, wenn mehr Tiere verenden und es dadurch nicht mehr zur Übertragung kommt. Ein typisches Symptom sei bei den Tieren eine stark vergrößerte Milz.

Infektion über kleine Wunden
Die Übertragung auf Menschen erfolgt laut Schöchl etwa durch kleine Hautwunden, wobei schon eine kleine Anzahl an Bakterien ausreiche. So dürfte es auch bei den Jägern im Tennengau gewesen sein. Manfred Berger, einer der beiden, sagte, er werde künftig Hasen nur mehr mit Handschuhen und Mundschutz untersuchen.

 krone.at
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