Mo, 23. Juli 2018

Hüttenneubau

05.06.2018 06:00

Mit dem „Heli“ zum Arbeitsplatz am Dachstein

Die Genehmigung der Naturschutzbehörde liegt druckfrisch auf dem Tisch, damit können die Arbeiten auf der höchsten Baustelle Österreichs wieder aufgenommen werden: Umgeben vom ewigen Eis entsteht am Dachstein unter extremsten Bedingungen ein neues Schutzhaus - noch heuer will man Eröffnung feiern.

„Die größte Gefahr für uns ist das Wetter“, sagt Toni Rainer. Dazu muss man wissen: Statt mit einem Firmenwagen, ist Rainer in seiner Arbeitszeit mit einem Hubschrauber unterwegs. Als ausgewiesener Spezialist für Gebirgsbaustellen ist er seit dem Vorjahr auch im Dachsteingebiet im Einsatz.

Zeitfenster für Bauarbeiten sehr kurz
Dort - auf schwindelerregenden 2740 Metern Seehöhe - entsteht ein neues Schutzhaus des Österreichischen Alpenvereins. Das alte hat mit seinen fast 100 Jahren ausgedient. Da die Auflagen in dem hochalpinen Naturschutzgebiet streng sind, ist das Zeitfenster für die Bauarbeiten kurz: „Wir sind froh, dass die Genehmigung vorverlegt wurde. Am 11. Juni kann’s schon losgehen, bis Oktober dürfen wir bauen“, freut sich Projektleiter Richard Goldeband.

Jeder Beton-Kübel kommt mit dem Hubschrauber
Nachdem man im Vorjahr mit dem Fundament fertig wurde, kann jetzt der eigentliche Hausbau beginnen. Eine logistische Meisterleistung: „Jeder Beton-Kübel muss mit dem ,Heli‘ gebracht werden, das selbe gilt für die Holzbauteile, die Photovoltaikanlagen und die Inneneinrichtung“, erzählt Goldeband. Da auf das Wetter in der extremen Lage kein Verlass ist, werden Zeitpläne öfter über den Haufen geschmissen als sie eingehalten werden können.

Bis zum Herbst soll alles fertig sein
Dennoch glauben die Verantwortlichen fest an die geplante Fertigstellung im Herbst/Winter des heurigen Jahres: „Es sind lauter tüchtige Leute am Werk. Außerdem habe ich meinen Gästen versprochen, dass ich künftig endlich nur noch für sie und nicht für die Hütte da sein werde“, freut sich Wirt Wiff Schrempf auf eine Zeit ohne tägliche Reparaturarbeiten.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.