Mumien verraten es

Schon die alten Ägypter litten unter Arterienverkalkung

Wissenschaft
18.11.2009 10:48
Schon die alten Ägypter hatten es am Herz: Spezielle Röntgenaufnahmen von Mumien zeigen, dass verkalkte Blutgefäße bereits vor 3.500 Jahren ein weit verbreitetes Risiko für Infarkt und Schlaganfälle waren. US-Forscher stellten diese überraschende Erkenntnis am Dienstag auf einem Kardiologenkongress der American Heart Association vor.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) nicht, wie bisher angenommen, eine durch Stress und ungesunde Ernährung hervorgerufene Zivilisationskrankheit ist.

Das Team um Randall C. Thompson vom Mid America Heart Institute in Kansas City durchleuchtete 20 ägyptische Mumien (im Bild jene des Amunpriesters Esankh) aus der Zeit von 1981 v. Chr. bis 364 n. Chr. in einem Computertomographen. 13 der 20 Mumien ließen noch Reste von Herzkranzgefäßen und -gewebe erkennen. Von diesen 13 hatten nur vier ein ganz gesundes Herz. Drei Mumien zeigten alle Anzeichen für Arteriosklerose und weitere drei ließen das Leiden vermuten.

Foto: Dr. Michael Miyamoto

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