Luxus-Zufahrt?

Anrainer müssen für neue Straße bis zu 7.900 Euro zahlen

Burgenland
17.11.2009 17:12
Ein simples Straßenbauprojekt erhitzt derzeit die Gemüter in Sankt Martin an der Wart, einem Ortsteil von Oberwart. Stein des Anstoßes sind hohe Geldforderungen der Gemeinde an eine Gruppe von Anrainern der geplanten Straße. Sie sollen nun bis zu 7.900 Euro entrichten, für sogenannte "Anliegerleistungen". Für viele eine unerschwinglich hohe Summe.

"Wo soll so viel Geld herkommen?", ist Josef Klepits, einer der betroffenen Anrainer des Kapellenweges in St. Martin, verzweifelt. Und auch Walter Pieler weiß nicht, wie er die Summe aufbringen soll. "Wir können den Kindern heuer nichts zu Weihnachten schenken", klagt der Südburgenländer.

Immer neue Forderungen
Begonnen hat das Dilemma für die Besitzer der 14 betroffenen Häuser entlang der neu gebauten Straße bereits im Oktober, als überraschend hohe Kosten für Kanal und Grundsteuer eingefordert wurden. "Schon da haben viele um Ratenzahlung angesucht", so Klepits. Jetzt, zwei Wochen später, sollen die Betroffenen bis zu 7.900 Euro bezahlen.

"Wir haben uns erkundigt. Das Gesetz sagt, der Bürgermeister darf, aber muss das Geld nicht einheben", sagen die aufgebrachten Anrainer.  In einer Bürgerversammlung in der alten Volksschule wurde nun beratschlagt, wie man weiter vorgehen soll. Ortsvorsteher Martin Eiter nahm daran teil. Und auch er sieht nicht ein, warum die Anrainer zahlen sollen.

Bürgermeister soll zu Versammlung kommen
"Durch unsere Straße donnern täglich mehrere Lastwagen und Busse", so der Ortspolitiker. In der kommenden Woche soll Bürgermeister Gerhard Pongracz zu einer weiteren Versammlung eingeladen werden. Doch schon jetzt steht fest: Ansuchen auf Ratenzahlungen sollen respektiert werden.

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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