02.06.2018 08:05 |

200 Krankheitsfälle

Bakterienverseuchter Salat: Fünf Tote in den USA

An dem Verzehr von bakterienverseuchtem Salat sind in den USA inzwischen fünf Menschen gestorben. Insgesamt wurden bisher 197 Krankheitsfälle in 35 US-Bundesstaaten registriert, die auf den verunreinigten Romana-Salat zurückzuführen sind, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag mitteilte. Der erste Todesfall war Anfang Mai gemeldet worden.

Der Salat ist mit Escherichia-coli-Bakterien verseucht. Der Erreger gehört zu dem besonders gefährlichen Stamm O157:H7. Wie es zu der Verseuchung des Salats kam, ist weiterhin unklar. Das Gemüse mit den Bakterien wurde offenbar in der Region Yuma angebaut, die im südlichen Bundesstaat Arizona an der Grenze zu Mexiko liegt. Die ersten Krankheitsfälle wurden laut CDC Mitte März gemeldet.

Die Behörde hatte zunächst dazu aufgerufen, keinen Römersalat aus der Gegend zu essen. Später wurde die Warnung aber wieder aufhoben, da das Gemüse in Yuma seit Mitte April nicht mehr geerntet wird. Einige Betroffene hatten aber offenbar selbst keinen Salat gegessen, sondern lediglich engeren Kontakt mit Infizierten.

Der Erreger kann blutige Durchfälle auslösen und in schweren Fällen zu Nierenversagen führen, es gibt aber auch unscheinbare Verläufe. In den USA seien 89 Menschen wegen der Infektion ins Krankenhaus gekommen, 26 davon litten an Nierenversagen, teilte die CDC mit.

Es handelt sich um die folgenschwerste Verunreinigung mit Kolibakterien in den USA seit 2006. Damals waren mehr als 200 Menschen erkrankt, nachdem sie verseuchten Spinat verzehrt hatten.

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