Ausgerechnet mit Hilfe des gefährlichen Aids-Erregers wollen Mediziner die Gentherapie beim Menschen voranbringen. Nach Rückschlägen gibt es nun erste Erfolge. Das war der Tenor einer Konferenz zum Thema "Gentherapie am Wendepunkt?" in Deutschland.
Hoffnung setzen die Teilnehmer aus aller Weltauf umgebaute Aids-Viren, mit deren Hilfe Gene in Zellen eingeschleustwerden.
"Mit der dritten Generation solcher "Gen-Taxis"(Vektoren) können wir Gene direkt ins Gehirn, Leber, Muskeln,Blutstammzellen und neuerdings sogar in bestimmte Krebszelleneinschleusen", berichtete Inder Verma (La Jolla) von der AmericanCancer Society. Eingeschleust werden zum Beispiel Gene, die dieAusbreitung von Tumorzellen unterdrücken oder sie sogar zerstörenkönnen. Erste klinische Tests laufen in den USA mit HIV-Patienten."Das ist wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben", interpretiertejedoch ein Konferenz- Teilnehmer.
2002 wurden in Frankreich Versuche mit einer Gentherapiefür Kinder abgebrochen, die an einer seltenen Immunschwäche-Krankheitleiden und in einer sterilen Hülle leben müssen. Zweider Kinder waren an Blutkrebs erkrankt.
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