Zum Beschleunigen

ESA-Satellit Rosetta raste am Freitag an Erde vorbei

Wissenschaft
13.11.2009 12:28
Zum dritten Mal seit seinem Start am 2. März 2004 ist der ESA-Satellit Rosetta am Freitag um 8.45 Uhr an der Erde vorbeigerast. Dabei kam die Raumsonde dem blauen Planeten über dem Indonesischen Ozean mit rund 2.500 Kilometern Distanz am nächsten, teilte die Europäische Raumfahrtagentur ESA in Darmstadt mit.

Die drei Tonnen schwere Sonde ist auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, den sie im Jahr 2014 erreichen soll. Dann soll erstmals ein Landegerät auf einem Kometen ausgesetzt werden.

Bereits 2005 und 2007 nutzte Rosetta die Anziehungskraft der Erde, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Diesmal beschleunigte der Kometenjäger auf 48.000 Kilometer pro Stunde.

Der Name Rosetta bezieht sich auf den Stein von Rosetta, mit dessen Hilfe die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen gelang. Auf dieselbe Weise soll die Raumsonde helfen, das Geheimnis zu lüften, wie unser Universum aussah, bevor die Planeten entstanden. An Bord befindet sich ein Prototyp der sogenannten Rosetta Disk, einer etwa fünf Zentimeter großen Scheibe aus einer Nickellegierung, auf der etwa 15.000 Seiten Text mit Informationen für über 2.500 Sprachen in mikroskopischer Größe eingeätzt sind.

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