Die Grundlagen für ewiges Leben sind geschaffen. Deutsche Wissenschaftler haben das Gen entdeckt, das für das Altern unserer Zellen ausschlaggebend ist. Theoretisch ist jetzt auch die Pille für ewiges Leben machbar.
Insulin spielt eine Hauptrolle im Blockbuster"Forever Young", bekannt eigentlich nur aus "Zucker - Die Krankheitmit der Spritze". Es war schon bisher bekannt, dass sich das Lebenvon Fadenwürmern, Fruchtfliegen, Mäusen und wahrscheinlichauch beim Menschen verlängern lässt, wenn man in denInsulinweg eingreift. Doch jetzt fanden "Regisseure" an der Albert-Ludwigs-UniversitätFreiburg heraus, wie sich die Fortsetzung in unserem Lebens-Kinoabspielen könnte: Auf der Jagd nach dem Geheimnis der Zelleentdeckten sie den genetischen Schalter.
Eine tragende Statistenrolle spielte dabei einkleiner Wurm, der bereits seit zehn Jahren als des Biologen besterFreund gilt und regelmäßig für diverse Produktionenvon Fortpflanzung bis Alterung engagiert wird. Caenorhabditiselegans heißt der einen Millimeter kurze Geselle, der jetztdas Schlüssel-Gen zur Steuerung der Zellalterung einspielte.Dieses letzte Glied lag bisher im Dunkeln: Es ist ein Gen, dasein Enzym mit der Bezeichnung SGK-1 bildet. Die Manipulation vonSGK-1 verhindere den Start des zellulären Alterungsprogramms,so die Forscher.
Lebenselixier möglich Die bisher gültigen Grenzen der Sterblichkeitsind nun nicht mehr so unüberwindlich wie bisher. Bei denWürmern konnten die Forscher die Stresstoleranz und damitdie Lebenserwartung drastisch steigern, pharmakologisch soll dasprinzipiell auch beim Menschen erreichbar sein, da er ebenfallsein Gen für SGK-1 besitzt und über 75 Prozent der Aminosäure-Bausteinein den entscheidenden Bereichen identisch seien. Experimente mitMäusen und Würmern lassen vermuten, dass der chemischeJungbrunnen nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch die Fitnessim Alter steigern würde. Welche Nebenwirkungen dabei auftretenkönnten, davon hat man allerdings noch keine Ahnung. Abernach der x-ten Fortsetzung wird der heißeste Movie unangenehm...
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.