Am Montagabend hatten bereits die Vertretungen von Österreich, Frankreich und Usbekistan das weiße Pulver erhalten. Feuerwehr und Polizei rückten mit mehr als einem Dutzend Fahrzeugen zu dem Botschaftskomplex im Herzen Manhattans an.
Entwarnung gab auch der österreichische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Thomas Mayr-Harting. Laut österreichischen und französischen Diplomaten wurden die Briefe in Dallas in Texas aufgegeben. Vertreter der betroffenen Länder sagten, sie hätten keine Ahnung, warum ihre UNO-Vertretungen Ziel der Aktion waren.
Im Jahr 2001, kurz nach den Anschlägen vom 11. September, hatten Briefe, die den Milzbranderreger Anthrax enthielten, in den USA fünf Menschen getötet. "Trittbrettfahrer" bzw. Nachahmungstäter hatten daraufhin überall auf der Welt verdächtige Briefe mit weißem Pulver verschickt, die sich aber als harmlos erwiesen.
Verbindung mit Sicherheitsrat-Vorsitz?
Außenminister Michael Spindelegger meinte in Reaktion auf den Vorfall, derartige Drohungen müssten ernst genommen werden. Primär sei die Sicherheit der Mitarbeiter, die gewährleistet werden müsse. Es werde eng mit den New Yorker und den US-Sicherheitsbehörden zusammengearbeitet. Der Zwischenfall dürfe jedoch keine Auswirkungen auf die Tätigkeit Österreichs als Vorsitzland im UNO-Sicherheitsrat haben, betonte der Minister.
Österreich hat derzeit als nicht-ständiges Mitglied den Vorsitz im höchsten UN-Gremium. Frankreich und Großbritannien sind dort mit einem ständigen Sitz vertreten, Deutschland ist wie Österreich nicht-ständiges Mitglied. Auf den ersten Blick könnte dies eine mögliche Verbindung zu den Briefen erklären. Allerdings ist Usbekistan nicht im Sicherheitsrat vertreten und hatte dort auch noch nie einen Sitz.











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