"Der Impfstoff ist noch zu wenig erprobt, es gibt keine Erfahrungswerte", so Skilegende Michaela Dorfmeister, die sich kein "Jaukerl" gegen die Schweinegrippe verpassen lässt. Ein "Ja" bekundet hingegen Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (VP). "Eine persönliche Entscheidung", wie er erläutert. Landeschef Erwin Pröll wiederum hat nicht vor, sich impfen zu lassen. Auch SP-Vorsitzender Sepp Leitner winkt ab ("Ich hatte die letzten zehn Jahre keine Grippe"), ebenso wie Landesrätin Karin Scheele (SP), die sich nicht in der Risikogruppe sieht.
"Konzern-Interessen stehen im Vordergrund"
Einig sind sich ausnahmsweise Grün und Blau bei deren "Nein": FP-Chefin Barbara Rosenkranz setzt auf eine vernünftige Lebensweise, Madeleine Petrovic hält sich überdies mit Sport fit. Sie übt Kritik an der Pharmabranche: "Ich befürchte, dass die Interessen der Konzerne im Vordergrund stehen", so die Mandatarin.
Am Montag hat eine bundesweite Impfaktion begonnen. Eine Übersicht über die Impfstellen und Termine in Niederösterreich findest du in der Infobox.
Geschlossene Ablehnung beim Rundruf der "Niederösterreich-Krone" kommt von Kirche und Kulinarik: Weinpfarrer Hans Denk baut auf die orthokulare Medizin – vorbeugend genug Vitamine aufnehmen, um den Körper zu stärken. Gastronom Toni Mörwald sieht ebenso keinen Grund, sich impfen zu lassen. Er sei bisher ohne größere Erkrankungen ausgekommen und mit der Konzentration auf das Wesentliche beschäftigt. Er pflege zudem eine sehr natürliche und bewusste Lebensweise.
von G. Buchegger, Kronen Zeitung
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