Fr, 22. Juni 2018

Vergebliches Warten:

27.04.2018 08:30

Umbau-Hickhack seit 1997: Schule droht nun das Aus

Die Hoffnung auf eine Modernisierung der Volksschule in Wernstein schwindet. Seit 1997 wird die Gemeinde im Bezirk Schärding vertröstet. Eine Zusage wurde wieder zurückgezogen. Weil das Land Kooperationen und Fusionen forciert, befürchten viele sogar die Schließung der in die Jahre gekommenen Bildungseinrichtung.

Am 17. September 1997 hat die Gemeinde Wernstein um die Sanierung der Volksschule angesucht. Auf zwei Etappen hätte das Gebäude aus den 70er Jahren modernisiert werden sollen. Kosten: Rund 1,2 Millionen €.

Fenster musste verschraubt werden
Doch passiert ist noch nichts. „Dabei befindet sich das Schulgebäude in einem schlimmen Zustand“, ärgert sich SP-Gemeindevorstand Karl Walch. Fenster mussten aus Sicherheitsgründen verschraubt werden. An den sanitären Anlagen haben die Jahre Spuren hinterlassen. Die Strom-Heizung muss ausgetauscht werden. Bei Reparaturen muss improvisiert werden, weil Ersatzteile für die veralteten Geräte nicht erhältlich sind.

Pläne hin- und hergeschoben
Walch hat als einer der wenigen Politiker der 1500-Einwohner-Gemeinde die Umbau-Misere von der ersten Minute an miterlebt. „Pläne wurden hin- und hergeschoben. Dann gab es Zusagen, die nicht eingehalten wurden“, teilt er die Sorge der Wernsteiner, dass die Schule bald Geschichte sein könnte.

Kein Geld auf der Seite
Seit Jänner müsste wegen der neuen Gemeindefinanzierung der Ort für das Projekt angespartes Geld zuschießen. Die Abgangsgemeinde hat in den Jahren zuvor aber nichts auf die Seite legen können. „Gemeinden wird vom Land empfohlen, zu kooperieren. Das könnte das Aus für die Schule bedeuten“, so Walch. Übrigens: In Oberösterreich ist der Rückstau bei den Schulsanierungen groß. Insgesamt stehen 217 Schulen auf der Warteliste.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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