Sa, 18. August 2018

500 Jahre Klagenfurt

24.04.2018 17:44

Wurzeln kennen und Zukunft gestalten

Umgeben von den 665 Wappen der Familien, die Klagenfurt aufgebaut hatten, wurde exakt 500 Jahre später gefeiert: Im Wappensaal gab es zum Jubiläum Rückblicke und Ausblicke.

Ich wünsche meiner Stadt, dass die Menschen immer fröhlich bleiben, dass sie auf der ganzen Welt berühmt ist, dass sie so schön bleibt, dass sich hier alle wohlfühlen. Die Wünsche der Mädchen und Buben der Horte und Kindergärten „Haus des Kindes“ und St. Ruprecht sprachen den Besuchern des Festaktes aus den Herzen und versprühten den Optimismus, den auch die Landstände vor 500 Jahren an den Tag legten: Sie bekamen am 24. April 1518 von Kaiser Maximilian I. eine zuvor abgebrannte Siedlung geschenkt und bauten sie zur Landeshauptstadt aus.

„Es erfüllt mich mit großer Demut, heute als Bürgermeisterin einer Stadt vor Ihnen zu stehen, die vor 500 Jahren von unseren Vorfahren mit viel Mut und Entschlossenheit aufgebaut wurde. Sie sollen uns Ansporn sein“, so Maria-Luise Mathiaschitz.

Unter dem Fresko im Großen Wappensaal, das die Gabbriefverleihung vor 500 Jahren darstellt, scherzte Landeshauptmann Peter Kaiser: „Heute hat ein Kaiser nichts zu verschenken.“ Diese Stadt habe immer eine Vorreiterrolle eingenommen, habe das erste Fernheizwerk Österreichs, die erste Fußgängerzone, das erste Hochhaus gehabt. „Ich bin stolz, neben Europäer, Österreicher und Kärntner auch Klagenfurter zu sein.“

Hausherr Landtagspräsident Reinhart Rohr, Ministerin Elisabeth Köstinger und vor allem Claudia Fräss-Ehrfeld, die Präsidentin des Geschichtsvereins, blickten in die bewegte Geschichte der Stadt zurück. Philosoph Konrad Paul Liessmann schnitt Herausforderungen in der künftigen Entwicklung von Städten an.

Aus dem feierlichen Rahmen fiel lediglich die Festrede von Schriftsteller Josef Winkler, der gewohnt provokant, jedoch am Thema irgendwie vorbeiredete und den Geburtstag der Stadt ignorierte.  Die seit Tagen bekannte Rede verstörte manche Festgäste. FPÖ-Mandatare, Team Kärnten und das BZÖ protestierten.

Christina Natascha Kogler
Christina Natascha Kogler

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