Mo, 22. Oktober 2018

Stadt Innsbruck

14.04.2018 09:30

Rechnungsabschluss: Werben mit „schwarzer Null“

Knapp eine Woche vor der Wahl stellte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer am Freitag den Rechnungsabschluss der Stadt Innsbruck 2017 vor. Bilanziert wird mit einer „schwarzen Null“ - die Stadt stehe solide da, hieß es. Der Gesamtschuldenbetrag Innsbrucks belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 78,4 Millionen Euro.

Die Einnahmen und Ausgaben im ordentlichen Haushalt der Stadt seien beinahe deckungsgleich. So stünden sich in Summe rund 358 Millionen Euro gegenüber - der veranschlagte Abgang von 13,7 Millionen Euro sei vollständig kompensiert worden. Viel mehr habe man sogar weitere 6,9 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung stellen können. Positive wirtschaftliche Entwicklungen und ein sorgfältiger Haushaltsvollzug würden diesen Zahlen zugrunde liegen.

„Insgesamt 98,3 Millionen Euro, die im außerordentlichen Haushalt und damit für Investitionsprojekte zur Verfügung standen, konnten mit Eigenmitteln in der Höhe von 81,6 Millionen Euro abgedeckt werden“, erklärte Armin Tschurtschenthaler, Finanzdirektor der Stadt Innsbruck. Möglich sei dies durch sparsames Wirtschaften gewesen, da zu den geplanten 10, 7 Millionen weitere - zuvor genannte - 6,9 Millionen Euro eingesetzt werden konnten.

16,5 Mill. € Neuschulden
Für die Differenz von 16,5 Millionen Euro wurde ein Darlehen aufgenommen. Die Schulden der Stadt stiegen somit um diesen Betrag - insgesamt handle es sich dabei aber um 62 Mill. Euro weniger als ursprünglich beschlossen. Dass diese 62 Mill. Euro nicht aufgenommen werden mussten, liege unter anderem an zurückgestellten Investitionen.

Sieht man sich die Pro-Kopf-Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr an, wird eine Verdoppelung deutlich - von 315 auf 603 Euro. „Im Bundesländervergleich liegt Innsbruck allerdings immer noch im Spitzenfeld“, erklärt Oppitz-Plörer. Prognosen für 2018 wollte man am Freitag noch nicht abgeben, die Investitionen werden aber wohl zurückgehen. Der Rechnungsabschluss finde übrigens jedes Jahr um diese Zeit statt und sei somit nicht Teil des Wahlkampfes. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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