Eingeklemmt

D: Dramatische Rettungsaktion für Höhlenforscher

Ausland
02.11.2009 08:28
Nach neun Stunden Gefangenschaft in einer Tropfsteinhöhle ist in Deutschland ein 46-jähriger Höhlenforscher am frühen Montagmorgen gerettet worden. Der Mann war am Sonntagnachmittag von einem herabgestürzten Felsbrocken eingeklemmt worden. Am späten Abend lief eine schwierige Rettungsaktion an, an der nach Angaben der Polizei etwa 100 Einsatzkräfte beteiligt waren.

Der Wissenschafter trug keine nennenswerten Verletzungen davon. Nach seiner Befreiung konnte er die Höhle sogar aus eigener Kraft verlassen, wie Polizeisprecher Willi Schwarz sagte.

Der Mann war zusammen mit drei anderen Fachleuten in das sogenannte Herbstlabyrinth herabgestiegen, um eine größere Tropfsteinhöhle zu erkunden, so der Sprecher im hessischen Gießen. An einer Engstelle sei der Forscher gegen einen Stein gekommen, dieser habe einen etwa 100 Kilogramm schweren Steinblock verrutscht. Der Mann wurde an der Hüfte eingeklemmt.

Notärzte dringen zum Eingeklemmten vor
Kurz nach dem Unglück drangen zwei Notärzte zu dem Wissenschaftler in die Höhle vor und legten ihm unter anderem eine Infusion. Später kamen Spezialkräfte aus Thüringen und Bayern zum Einsatz, die den Mann letztendlich befreiten.

Die Unfallstelle liegt nach Darstellung der Polizei etwa 250 Meter von dem Besucherbereich der Schauhöhle entfernt. Das Labyrinth, das die Forscher untersuchen wollten, ist seit 2003 bekannt.

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