H1N1-Epidemie
Ukraines Präsident appelliert ans Ausland: “Helft uns”
Er appelliere daher an die "Freunde und strategischen Partner" der Ukraine zu helfen. Dazu hätten die Behörden eine Liste mit Medizin und Ausrüstung erstellt, die zur Bekämpfung der "Epidemie" nötig sei. Der Hilferuf richtet sich an die USA, die Europäische Union, die NATO und die Nachbarländer der Ukraine.
Bereits 60 Todesopfer, mehr als 190.000 erkrankt
Das Gesundheitsministerium erklärte am Sonntag, es seien bisher 60 Menschen an der Grippe und an Atemwegserkrankungen gestorben. Genaue Angaben über die Zahl der Menschen, die dem Virus A(H1N1) erlagen, wurden nicht gemacht. Bisher wurden vier Neue-Grippe-Todesfälle offiziell bestätigt, einer vom Gesundheitsministerium und drei vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat. Offiziellen Angaben zufolge sind an der Neuen Grippe mehr als 190.000 Menschen erkrankt, die meisten von ihnen im Westen des Landes. Von den etwa 7.500 Betroffenen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, befinden sich etwa 100 auf der Intensivstation.
Polen und Slowakei helfen bereits
Polen und die Slowakei hätten bereits auf den Aufruf reagiert, teilte das ukrainische Außenministerium mit. So habe die Slowakei 200.000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Regierungsangaben zufolge bestellte die Ukraine in der Schweiz zudem 16 Tonnen des Grippemedikaments Tamiflu, der Vorrat solle für einen Monat reichen. Am Freitag hatte Regierungschefin Julia Timoschenko wegen der Neuen Grippe die Schließung aller Schulen für mindestens drei Wochen angeordnet.
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