Di, 18. September 2018

Handoperation:

09.04.2018 06:18

Mann trennte sich bei Forstarbeit vier Finger ab

„In einer mehrstündigen Operation ist es gelungen, zumindest einen Finger zu replantieren und die Greiffunktion der Hand zu erhalten“, sagt Dr. Alexander Schmelz vom UKH Salzburg, wohin Erich St. (55) aus Haibach/Donau geflogen worden war. Dem Mann hatte eine Kette bei der Forstarbeit vier Finger abgetrennt.

„Das größte Problem ist nicht die Abtrennung an sich, sondern die Quetschung“, erklärt Alexander Schmelz. Bei einem glatten Schnitt sind die Chancen auf eine gelungene Replantation um ein Vielfaches größer als bei einer Ausreißung oder eben einer Abquetschung.

Hand zwischen Kette
Passiert war der Unfall, als Erich St. mit seinem 20-jährigen Sohn und einem Nachbarn (66) in Haibach/D., Holz schlägerte. Zwei gefällte Bäume zog man per Winde aus dem Wald, als sich die Bäume plötzlich verkanteten. Der Nachbar stand an der Seilwinde und sah nicht, dass der 55-Jährige noch die Hand zwischen Kette und Baum hatte, als er die Winde aktivierte. Durch den Zug entstand so ein Druck, dass vier Finger abgetrennt wurden. Nur der Daumen war noch an der rechten Hand.

Finger eingesammelt
Ersthelfer sammelten die abgetrennten Fingerglieder ein, schickten sie mit dem Verletzten per Rettungshelikopter ins UKH Salzburg - in Linz waren alle Abteilungen für Mikrochirurgie wegen Überlastung dicht.

Replantation
Den Ärzten gelang es, zumindest einen Finger zu replantieren, damit sollte gewährleistet sein, dass der 55-Jährige die Hand noch zum Greifen benutzen kann.

Markus Schütz
Markus Schütz

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