Bei Clinton-Besuch
Bombenterror in Pakistan - 90 Tote
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat. Hinter dem Blutbad werden jedoch islamische Extremisten vermutet, gegen die die Regierung zur Zeit im Norden eine Großoffensive führt. Die Explosion am Mittwoch setzte Dutzende Geschäfte in Brand. Da der Markt für Frauen reserviert ist, werden viele weibliche Opfer und Kinder vermutet. Ein zweistöckiges Haus stürzte ein, als die Feuerwehr es zu löschen versuchte.
Extremisten wollen Panik verbreiten
Peshawar war in diesem Monat bereits drei Mal Ort blutiger Anschläge. Insgesamt gab es im Oktober zehn schwere Angriffe von Extremisten, bei denen über 250 Menschen getötet wurden. Zumeist waren die Sicherheitskräfte das Ziel, oft fielen aber auch Zivilpersonen der Gewalt zum Opfer. Die Extremisten wollen damit Panik unter der Bevölkerung verbreiten, um die Unterstützung für die Regierung zu schwächen.
Die radikalislamischen Taliban haben der Regierung mit weiteren Anschlägen gedroht, sollte die Armee nicht ihre Offensive in Süd-Waziristan stoppen. Die Regierung hat rund 30.000 Soldaten in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan geschickt, um die Terrororganisation aus ihren Hochburgen zu vertreiben.
Clinton lobt hartes Vorgehen gegen Aufständische
Der Anschlag ereignete sich zum Beginn von Clintons dreitägigem Besuch in Pakistan. Auf dem Flug lobte die US-Außenministerin die Regierung für deren hartes Vorgehen gegen die Aufständischen. Mit ihrem Besuch wolle sie die Unterstützung der USA für Pakistan ausdrücken. Dies betreffe die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf verschiedenen Gebieten. Dabei gehe es nicht nur um Sicherheitsfragen und die Bekämpfung des Terrorismus. Wichtig sei auch, dass die USA in den Beziehungen zu Pakistan Themen wie Bildung, Energie und Beschäftigung stärker berücksichtigt.
Zuvor hatte die US-Regierung angekündigt, ihre Hilfen für das instabile Land auf rund sieben Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) über die nächsten fünf Jahre zu erhöhen. Im Gegenzug muss Pakistan gegen militante Gruppen vorgehen, die Kontrolle der zivilen Regierung über das Militär sicherstellen und bei der Abrüstung von Atomwaffen kooperieren.











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